Verkehrssicherungspflicht und Verkehrssicherheit bei Bäumen gemäß der FLL-Baumkontrollrichtlinien 2010 und der FLL-Baumuntersuchungsrichtlinien 2013 unter rechtlichen und fachlichen Aspekten aus der Sicht des öbv Sachverständigen (EVT-821)

In der Praxis setzen sich seit 2004 bzw. 2010 (FLL-Baumkontrollrichtinien 2004 und deren Nachfolger 2010) zunehmend die o.g. Richtlinien zur Überprüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen sowie flächigen Beständen bzw. im Wald als Regelwerke zum Stand der Technik durch.Maßgeblich dazu beigetragen hat neben der Akzeptanz der „Baumfachleute“ auch die bisherige Rechtsprechung des BGH, die eindeutige Positionierung der Deutschen Kommunalversicherer(u.a. durch die Herausgabe von Musterdienstanweisungen für Regelkontrollen 2005 und 2011) sowie die aktuelle Rechtsprechung (Endurteile von LG Bonn bzw. hierzu auch im nachfolgenden Berufungsverfahren das OLG Köln von 2010).
Inzwischen wird die Forderung nach Prüfung der Verkehrssicherheit von Bäumen auch auf Privatgrundstücken gemäß der aktuellen FLL-Baumkontrollrichtlinien zunehmend u.a. durch Versicherungen oder Nachbarn erhoben.

Auf der Grundlage seiner zwanzigjährigen Erfahrungen aus der freiberuflichen Tätigkeit als öbv Sachverständiger wird Sie der Referent, Herr Prof. Dr. Volker Rudolph, aus seiner Sicht mit der Thematik vertraut machen.

Neben den Grundlagen der FLL-Richtlinien werden auch praktische Anforderungen sowie mögliche juristische Konsequenzen für den Baumkontrolleur, den Baumpfleger, den Sachverständigen und den verkehrssicherungspflichtigen Auftraggeber anhand von Beispielen erläutert u.a.

  • Freistellung von Bäumen und den Windwurf-/Windbruchrisiken
  • Grünastbruch als höhere Gewalt
  • Totholzbildung aus juristischer Sicht
  • Massaria-Befall von Platanen
  • Auswirkungen von Druckzwieseln
  • Ständerteilkronen
  • Unglücksbalken in der Krone
  • Wie hohl dürfen Baumstämme sein?
  • Stamm- und Stockbruchgefahr durch den Befall mit Brandkrustenpilz
  • Notwendigkeit eingehender Untersuchungen bei relevanten Mängeln oder Schäden
  • Haftung bei Bäumen als Naturdenkmälern, sonstig geschützten Bäumen
  • Haftung bei Windstärken unter 8 und bei Sturm.

Während des Seminars liegen zahlreiche Gutachten zur Einsichtnahme aus, außerdem steht derReferent zur Diskussion des Vortrages sowie zur Behandlung spezieller Problemfälle zur Verfügung. Spätere Rückfragen an den Referenten sind telefonisch sowie per E-Mail möglich.

Beschreibung

Zielgruppe:   

Leiter/innen und Mitarbeiter/innen der kommunalen Grünflächenämter, der unteren Naturschutzbehörden und von Straßenbauämtern bzw. Straßenmeistereien, von Landschafts- und Gartenbaubetrieben, von Baumsachverständigen und Baumkontrolleuren sowie Baumpflegebetrieben.

 

 

 

 

Referent:

Prof. Dr. habil. agr. Volker Rudolph

Bis 2014 öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Gehölze, Schutz- und Gestaltungsgrün, Panketal; ehemaliges Mitglied der Kommission für das Sachverständigenwesen der Land- und Forstwirtschaft des Landes Brandenburg.

 

 

 

 

Themen:

 

I           Rechtsprechung, Position des KSA, von Kommunen sowie des Referenten von 2000 bis 2017 bezüglich des Standes der Technik gemäß der jeweils aktuellen FLL-Richtlinien von 2004,
            2010 und 2013
 

II         Unterschiede bei der Regelkontrolle an Straßenbäumen, flächigen Beständen, im Wald und auf Privatgrundstücken

III        Umfang der Regelkontrolle 
             - Was beinhaltet die Regelkontrolle?     
             - Wo beginnt die eingehende Untersuchung bei Besorgnis – Stand der Technik lt. FLL-Baumuntersuchungsrichtlinien 2013 - Resistograph, Schalltomograph, Zugversuch.

IV        Häufigkeit und Zeitpunkt der Regelkontrollen, Anforderungen an die Kontrolleure
            -  Standort und Anforderungen an die Verkehrssicherheit an Straßen, in flächigen Beständen, im Wald sowie auf Privatgrundstücken                                                   
            -  Baumalter und Baumart, Mängel und Schäden 
            -  Was erkenne ich zu welcher Jahreszeit am besten?

V           Pilzfruchtkörper und Verkehrssicherheit
             - Am Stammfuß, am Stamm und in der Krone
             - Risiken in Abhängigkeit von der Pilzart, der Baumart, dem Ort des Auftretens und dem Standort des Baumes 
             - Beispiele aus der Praxis 
         
                          
VI         Schäden an Wurzelstock, Stammfuß, Stamm, Kronenansatz und Krone 
             - Stockfäulen und deren Ursachen
             - Stammfußschäden und deren Ursachen 
             - Offene Stammschäden, sichtbare Schadsymptome für Stammschäden 
             - Schwachpunkt Kronenansatz als Folge fehlerhafter Kronenerziehung

VII       Sach- und Personenschaden bei Sturm, böigem Wind, Eisregen / Schneelast – und bei Windstille 
             - Grobe Fahrlässigkeit oder nicht vorhersehbar oder höhere Gewalt?
             - Der grüne Astbruch 
             - Windwurf oder Stockbruch/Stammbruch nach Freistellung
             - Unglücksbalkenbruch

VIII      Bäume als Naturdenkmale und die Verkehrssicherheit


 

   
Es sind derzeit keine Termine verfügbar.

Bei Fragen zu An- und Abmeldungen sowie Rechnungen:
Nicole Lehmann
Telefon: 0511/36894-44
Email: lehmann@innovative-stadt.de 

Bei Fragen zu Seminarinhalten und –abläufen, sowie zu Inhouse-Seminaren:
Dr. Arnd Stiel
Telefon: 0151/20123400
E-Mail: stiel@innovative-stadt.de


 

 

Bei Fragen zu An- und Abmeldungen sowie Rechnungen:
Susanne Bittner
Telefon: 0511/36894-44
Email: bittner@innovative-stadt.de

Bei Fragen zu Seminarinhalten und –abläufen, sowie zu Inhouse-Seminaren:
Dr. Arnd Stiel
Telefon: 0151/20123400
E-Mail: arnd.stiel@htp-tel.de